11 | LOSLÖSUNGEN UND BRÜCHE

Auf diesen Seiten ist zu sehen, dass die meisten Probleme bei der Verlegung von Plattenmodellen aufgetreten sind, welche häufig der Verlegung von Fliesen gleichgestellt und daher als einfacher angesehen wird. Die Verlegung von Geopietra® Verkleidungen ist stattdessen ganz anders: Sie erfordert eine doppelte Spachtelung und eine sorgfältige Bewertung des Untergrunds. Der Kleber Geocoll® ist mit speziellen Eigenschaften ausgestattet, durch die er in der Lage ist, die verschiedenen Spannungen, die sich zwischen Untergrund und Verkleidung bilden, zu bewältigen (siehe Kap.4). 

1. MITTLERER BRUCH VON PLATTENMODELLEN. Der auf dem Bild dargestellte Bruch, der sich in den Fällen von der längeren Stücken von Plattenmodellen ereignen könnte, könnte wegen zwei Fehler bei der Verlegung entstehen:

1) Punktförmige Verklebung am Ende des Stücks, wo die von unterschiedlichen Wärmeausdehnungen verursachten Spannungen zu seinem Bruch führen. 

2) Verlegung mit Gummihammer, sodass das Stück an dem Untergrund haftet, aber mit folgendem Riss. 

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2. FALSCHE VERLEGUNG AUF SPACHTELUNG. Auf einer Oberfläche mit Kunststoffputz wurde eine Gipsspachtelung durchgeführt, auf die dann der Stein ohne doppelte Kleberspachtelung geklebt wurde. Das Ergebnis war die vollständige Loslösung der Verkleidung (man beachte die vom Kleber im unteren Bereich des Fotos hinterlassenen Ränder). Der später durchgeführte Reißversuch ist gleichzeitig ein Beweis für die Gefährlichkeit dieses Untergrunds und die Hafteffizienz vom Geocoll® Kleber.

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3. FALSCHE VERLEGUNG AUF LOCHSTEIN IM AUSSENBEREICH. Die Gebäude, die dem Unwetter ausgesetzt sind, werden normalerweise mit absorbierendem Material nicht durchgeführt. Auf dem Bild ist die Folge einer Verkleidung zu sehen, wo die Verlegung auf einem Untergrund aus Vollstein/Ziegeln im Außenbereich erfolgte.

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4. FALSCHE VERLGUNG AUF FRISCHER SPACHTELUNG. Die Verlegung auf Gipskarton mit frischer und nicht gehärteter Spachtelung von Kleber hat zur vollständigen Loslösung von Stein und Kleber geführt. Wenn auf dem Untergrund Kleber gespachtelt wird, um ihn zu stabilisieren, darf die Verkleidung erst angeklebt werden, wenn der Aufstrich komplett getrocknet ist..

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5. LOSLÖSUNG AUF OBERFLÄCHENPRIMER. Die Stücke des Modells P16 Scaglia auf dem Foto, vom denen die Rückseite zu sehen ist, weisen eine einwandfreie Klebung auf, gut verteilt und mit doppelter Spachtelung. Das einzige Manko sind die blauen Reste, die der Oberflächenprimer hinterlassen hat. Es muss zwischen Oberflächen- und Tiefenprimern unterschieden werden, die ersten bieten keinen Halt, während die zweiten bei einem aufsaugenden Untergrund funktionieren können. Im Zweifelsfall muss auf den Primer verzichtet und auf ein anderes System zurückgegriffen werden. (Siehe Kap. 6 Vorbereitung des Untergrunds)

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6. LOSLÖSUNG IM FALLE EINER VERLEGUNG AUF LACK. Die Verlegung auf jeglichem Lack führt zur Loslösung der Verkleidung.

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7. FALSCHE PUNKTFÖRMIGE VERLEGUNG mit daraus folgender Bruchgefahr der längeren Stücke an den Leerräumen. Es fehlt die doppelte Kleberspachtelung, auf Stück und Untergrund, für eine Frisch-in-Frisch-Verlegung. Darüber hinaus ist ganz deutlich eine Klebstoffverbrennung erkennbar, die durch eine Verlegung im Sommer auf einem zu warmen und zu stark absorbierenden Untergrund verursacht wurde.

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8. FALSCHE PUNKTFÖRMIGE VERLEGUNG AUF STAHLBETON, im Winter bei Temperaturen der Mauer bei 0°C oder darunter und in Gegenwart von Wasserschleier verursacht durch Reinigung des Untergrunds mit Hochdruckwasserstrahlmaschine, ohne die Trocknung abzuwarten. Dasselbe Problem kann sich bei Schaltrennmitteln, abdichtenden Behandlungen oder Haftmitteln mit Filmbildung ergeben. Es fehlt die doppelte Kleberspachtelung, auf Stück und Untergrund, für eine Frisch-in-Frisch-Verlegung.

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9. FALSCHE VERLEGUNG BEI ZU NIEDRIGEN TEMPERATUREN mit daraus folgendem Gefrieren des Klebers. Auch ist das Fehlen der doppelten Spachtelung bemerkbar, die in diesem Fall jedoch die Loslösung, die sie keinesfalls hätte verhindern können, nur um ein paar Jahre hinausgezögert hätte.

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10. FALSCHE VERLEGUNG MIT ZAHNSPACHTEL und Aufstrich von Geocoll® nur auf den Untergrund mit einfachem Auflegen des Stücks im Stil der „Keramikfliesenverlegung“. 

Die Haftung reicht nicht aus, um den Kräften entgegenzuwirken, die durch die unterschiedlichen Wärmeausdehnungen zwischen Verkleidung und tragendem Untergrund verursacht werden. Es fehlt die doppelte Kleberspachtelung, auf Stück und Untergrund, für eine Frisch-in-Frisch-Verlegung.

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11. LOSLÖSUNG WEGEN EINDRINGEN VON WASSER Auf den Bildern ist ein klassisches Beispiel für die Loslösung durch eingedrungenes Wasser zu sehen. Man beachte, dass sich am Ansatz der Abdeckung ein dunklerer Rand und weiter unten kleine Kalkablagerungen gebildet haben, hervorgerufen im Laufe der Zeit durch Wasser, das an der Klebestelle eingedrungen und herunter geflossen ist. Auch ist das Fehlen der doppelten Spachtelung bemerkbar, die in diesem Fall jedoch die Loslösung, die sie keinesfalls hätte verhindern können, nur um ein paar Jahre hinausgezögert hätte. 

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12. LOSLÖSUNG IN GEGENWART VON EINER DECKSCHICHT. Die Verwendung einer abdichtende Oberflächenbehandlung anstatt einer Tiefenimprägnierung hat zur Loslösung geführt. Es fehlt außerdem die doppelte Kleberspachtelung mit Geocoll®.

(Siehe Kap. 6 Vorbereitung des Untergrunds)

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