Die Einfamilienvilla befindet sich mitten im Grünen in einem römischen Wohnviertel. Hoch oben auf einem Hügel liegend, bietet sie einen wunderschönen Panoramablick. Der Kontakt zur Natur ist das markanteste Merkmal des Wohnsitzes und war für das Architekturbüro ArchSIDE bei seiner Herangehensweise an das Projekt ausschlaggebend.

Aus einer Analyse des Bestands ging unmittelbar die Notwendigkeit hervor, die beiden Mittelpunkte des Hauses miteinander zu verbinden, d.h. den Wohnbereich (auf Straßenniveau) und den Gartenbereich mit Pool (im Untergeschoss). Vor der Renovierung war die Kapazität des Hauses durch die separate Nutzung der beiden Ebenen nur zu 50% ausgelastet. Der Grundriss war so ausgelegt, als ob es sich bei der Wohnung und dem Garten um zwei unabhängige Einheiten handeln würde. Das Wohnzimmer ging zur Straßenseite nach Norden, während die nach Süden gehenden Schlafzimmer auf den Garten, den Pool und das Tal schauten. Dem Entwurf liegt die Idee zugrunde, einen Raum zu erschaffen, der die Erholungs- und Ruhebereiche nicht nur einige Stunden am Tag, sondern fortwährend zu jeder Zeit nutzt: „Leben im Freien“, und zwar täglich und das ganze Jahr über.

Der Architekt Luca Lazzarotto hat durch die Umkehrung der Funktionen das Konzept konkretisiert. Der Schlafbereich geht nun zur Straße hin und der Wohnbereich mit Panoramablick auf das Tal. Der nächste Schritt ergab sich dann fast selbstverständlich, indem der Tagesbereich mit dem Hobbyraum im Untergeschoss verbunden wurde. Hierzu hat der Architekt die durch die Bauförderung Piano Casa Regionale ermöglichte Volumenerweiterung genutzt und aus dem Wohnbereich und dem Hobbyraum einen großen doppelhohen Raum geschaffen. Den Rest hat die Natur übernommen.

 

 

Der Wunsch, den Außenbereich zu bewohnen, war so konkret, dass natürliche Elemente wie Holz, Stein und Sonnenlicht jede gestalterische Entscheidung leiteten. Das Studio ArchSIDE zeichnet sich durch eine besondere Liebe zum Detail aus. Nach Meinung des Architekten Luca Lazzarotto sind es die „Details, die die Qualität der Architektur ausmachen.“ Das kraftvolle Holzmuster für Decke, Fußboden und Täfelung, die essentielle Wahl des matten Schwarzes für Fenster, Türen, Geschossbalken und Einrichtungen, die Hightech-Beleuchtung, der erhöhte Laufsteg aus Glas, jedes Detail trägt zur Entstehung dieses gewünschten Unikums mit integriertem Außenbereich bei und öffnet überraschende Perspektiven.

Die große Steinmauer, in warmen Farbtönen und reichlich mit Mörtel verfugt, ist das Modell Alberese von Geopietra. Ihre weiche Gegenständlichkeit trägt strukturell die Doppelhöhe des neuen Tagesbereichs, während sie sie optisch vom Schlafbereich trennt. Murogeopietra verkleidet mit sanften Tönen auch einen Teil der Außenfassade der Villa. Und wieder bilden Innen und Außen eine perfekte Symbiose. Die großen Fenster lassen den Garten ins Haus herein und projizieren das Haus ins Freie und leisten so ihren Beitrag bei der Hervorhebung des Konzepts der Vereinigung.

In diesem Artikel: murogeopietra Modell ALBERESE.

Photo by: Vito Corvasce

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