Wie ein auf den see gerichtetes fernrohr

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Wie ein auf den see gerichtetes fernrohr

Das Gebäude ist als Passivhaus ausgeführt und entspricht den neuesten Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz. In dem Haus am Längsee wird Holz als natürlicher Baustoff für die Struktur des Hauses verwendet. Für das Innendesign fiel die Wahl auf eine Kombination aus Lärche und Zirbelkiefer. Der Unterbau in murogeopietra verleiht dem neuen Gebäude ein solides, konkretes Aussehen und bettet es perfekt in seine Umgebung.  Eigentlich wollte der Besitzer das 120 Jahre alte Haus, das zuvor hier stand, renovieren, doch die Bausubstanz war zu schwach und so musste er sich schweren Herzens für seinen Abriss entscheiden. Heute ist er jedoch mit der neuen Lösung sehr zufrieden. „Es ist ein attraktives Gebäude geworden.“ Die beiden Materialien Stein und Holz wurden verwendet, um zwei separat nutzbare Wohneinheiten zu schaffen. Das „Fernrohr“, wie die obere Etage genannt wird, liegt um 90 Grad gedreht auf dem Unterbau in murogeopietra. Die große Glasfront mit davor liegender Terrasse fokussiert dabei den Blick auf die malerische Landschaft um den See.

Mit seinem architektonischen Konzept hat der Architekt Stefan Kogler den Stil des alten Gebäudes in zeitgenössischer Interpretation nachgebildet. „Diese Ausrichtung gewährleistet eine bessere Nutzung der Sonnenstrahlen und bietet einen herrlichen Blick auf den Längsee“, erklärt Kogler. Der Kunde hat sich bewusst für Holz entschieden, das für ihn Wärme und Natur bedeutet. „Die Verbindung zwischen Mensch und Natur ist mir sehr wichtig“, bestätigt er.

Verschiedene Möbelstücke wie originale Truhen und Schränke des alten Hauses wurden restauriert und ergänzen die neue Ausstattung aus Lärchenholz wie Fußböden, Treppen, Fenster und Balkonverkleidungen. Zirbelkiefernholz in den Schlafzimmer für einen gesunden Schlaf. Die originelle Textur von murogeopietra wurde für die Verkleidung der Wärmedämmung an der Außenfassade gewählt. Das rechteckige Modelle Stino sorgt in der Farbe Braun für einen angenehmen Kontrast zwischen dem grobkörnigen Zweikomponenten-Mörtel GeoBi in der Farbe Marche, der für die Fugen zwischen den Steinen verwendet wurde.

In seiner Doppelfunktion als Architekt und Baumeister verfeinert Stefan Kogler seine Fähigkeit, die Wünsche seiner Kunden und die örtlichen Gegebenheiten perfekt in Einklang zu bringen. Architektur ist für ihn, wie alles im Leben, reine Leidenschaft.

In diesem Artikel: murogeopietra modell STINO.

Photo by: Skape architecture by Stefan Kogler

Arch. Stefan Kogler

Über “S K A P E ARCHITECTS” Das perfekte Ganze.

Dabei gelingt ihnen die Verbindung von traditioneller Bausubstanz mit zeitgemäßer Architektur. „Drei Dinge sind entscheidend: das Erscheinungsbild, ein bautechnisch ausgereiftes Konzept und die erfolgreiche Umsetzung“, betont Stefan Kogler. Stefan Kogler zählt zu den mehrfach ausgezeichneten Architekten – neben dem "house of the year" in London hat er bereits den "gad award", den Holzbaupreis TU Graz, einen Preis beim "substainable project" sowie den Eichholzer Preis gewonnen. Stefan Kogler ist seit seiner langjährigen internationalen Tätigkeit in London Mitglied des Royal Institute of British Architects (RIBA). Er befasst sich in seiner zusätzlichen Ausbildung als Baumeister intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Durch seine praktische Veranlagung verbindet er gekonnt Form und Funktion in seinen Entwürfen.

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