6 | VORBEREITUNG DES UNTERGRUNDS

6 | VORBEREITUNG DES UNTERGRUNDS

murogeopietra wird direkt auf rohe, unbehandelte Wände, auf alle Arten von Mörtel mit guten mechanischen Eigenschaften und auf zweckmäßig verankerten Wärmedämm-Verbundsystemen aufgetragen. Bei Holz, Metall, Gipsbeton, Stahlbeton, Bimszement, schwachem Putz sowie lackierten oder behandelten Oberflächen hingegen sind vor der Verlegung der Verkleidung spezielle Verfahren zur Vorbereitung des Untergrunds zu befolgen.

Die folgenden Anweisungen resultieren aus unzähligen Tests und Erfahrungen, die wir in den letzten 20 Jahren auf unseren Baustellen gesammelt haben. 

6.1 ZIEGEL

Obwohl dieser Untergrund eine sichere Verankerung darstellt, garantiert die direkte Verlegung auf Ziegel keine Dichtheit gegen Regen, der die Wand mit schweren Feuchtigkeitsspuren im Inneren sättigen könnte. Die Geopietra Verkleidung ist nicht als abdichtende Schicht anzusehen und im Fall einer Trockenverlegung kann sie sogar die Ablaufzeiten des Wassers verlängern.  Ein weiteres Problem ist das große Saugverhalten dieses Untergrunds, der den Kleber während der Verlegung der Verkleidung „verbrennen“ könnte. Um diese zwei Probleme zu vermeiden, wird bei vertikalen Mauern mit oberer Abdeckung empfohlen, auf dem Ziegel einen Putz mit angemessenen mechanischen und abdichtenden Eigenschaften in der von der Herstellerfirma empfohlenen Dicke aufzutragen. (siehe auch die Punkte 6.5 und 6.6)

6.2 BIMSZEMENTBLÖCKE (des Typs Gasbeton oder Ytong)

Zur einheitlichen Gestaltung der Wand und Verbesserung der Wasserbeständigkeit eine armierte Spachtelung von mindestens 5 mm Stärke vorsehen. Hierfür den vom Hersteller der Bimszementblöcke empfohlenen Kleber verwenden, in den ein hochresistentes Glasfasernetz des Typs Georete eingebettet wird. Löcher bohren und das Ganze mit Spezialdübeln (Kat. E), die in einem Raster von höchstens 50x50 cm angeordnet sind (d.h. mindestens 4 Dübel/m²), befestigen, wobei darauf zu achten ist, die Dübelköpfe mit Kleber abzudecken, um das Eindringen von Wasser zu vermeiden. Die Verkleidung erst verlegen, wenn die Spachtelung getrocknet ist.

6.3 STAHLBETON

Stahlbeton ist einer der sichersten Untergründe, jedoch weitaus schwieriger einzusetzen. Insbesondere ist Folgendes zu beachten:

• Nur auf armierten Mauerwerken verlegen, die mindestens 3 Wochen alt sind.

• Wenn zum Loslösen der Verschalungen Schalungsöle verwendet wurden, die Wand sandstrahlen oder mit verdünnten Säuren waschen (danach gründlich nachspülen);

• Staub oder Moos mit Hochdruckwasser entfernen;

• Wenn der Untergrund gewaschen wird, muss wegen des geringen Saugverhaltens darauf geachtet werden, dass beim Kleben kein Wasserfilm vorhanden ist; 

• Auf die Temperatur des Untergrunds achten, weil Stahlbeton ein starker Wärmeakkumulator ist und den Kleber im Sommer “verbrennen” (oder im Winter gefrieren lassen) könnte;

• Bei Wänden mit Erdkontakt muss eine korrekte Abdichtung auf der Erdseite vorgesehen werden. Anderenfalls kann eindringendes Wasser zu Loslösungen oder chronischen Ausblühungen führen. Um diesem Problem abzuhelfen, werden Kernbohrungen für den Wasserablauf (auch bei der Verkleidung) oder Vorsatzschalen aus Faserzement, die den Stein von der Wand trennen, empfohlen. Abdichtungen auf der Sichtseite (im Gegendruck) können auf keinen Fall Dichtgarantie auf Zeit geben (siehe Kap.3).

Auf Stahlbeton ist die doppelte Spachtelung Pflicht, da sonst mit Sicherheit ein Loslösen auf Zeit erfolgt

Vorgefertigte Elemente aus Stahlbeton. Es ist zu berücksichtigen, dass vorgefertigte Elemente im Allgemeinen erhebliche Bewegungen aufweisen. Ein Wärmedämm-Verbundsystem reduziert in großem Maß diese Phänomene und stabilisiert Innentemperatur und -feuchtigkeit. Egal welche Verkleidung auf dem System verlegt wird, keine wird mehr den strukturellen Bewegungen unterliegen, weil die Dämmplatte des Wärmedämm-Verbundsystems mit ihrer Elastizität ein ausgezeichneter Dämpfer ist. Bei der Verlegung der Verkleidung müssen die konstruktiven Fugen immer berücksichtigt und freigelegt werden. (siehe Punkt 10.3).
.

6.4 EISEN

Auf dem Eisenträger eine Teerbeschichtung vorsehen. Anschließend wird ein elektrogeschweißtes Metallnetz mit verzinktem Draht zu 2 mm (Masche 5x5 cm) angebracht, das mit Schrauben/Klammern in einem Abstand untereinander von maximal 20 cm an die Trägerstruktur befestigt wird. An den Ecken wird das Netz umgeschlagen und es wird eine Stoßüberlappung von mindestens 10 cm vorgesehen. Darauf achten, dass zwischen dem Netz und dem Untergrund eine Distanz von wenigen Millimetern besteht, damit bei der nächsten Spachtelung der Geocoll® Kleber vollständig die Metalldrähte umschließen kann. Nach erfolgter Trocknung kann die Verkleidung verlegt werden. 

6.5 WÄRMEDÄMMENDER PUTZ

Die im Handel erhältlichen wärmedämmenden Arten von Putz wurden für die Erzielung einer optimalen Transpiration und Beständigkeit gegen die Wärmeübertragung konzipiert, weisen jedoch eine mechanische Festigkeit auf, die nur zum Tragen der abschließenden Verkleidungen von geringem Gewicht ausreicht. Das direkte Auftragen der murogeopietra, deren Gewicht weit über einer normalen Endbearbeitung liegt, ist nicht möglich. Nach Beseitigung des Bearbeitungsstaubs mit Wasser empfiehlt sich zur Vermeidung eines jeglichen Risikos das Anbringen eines Glasfasernetzes zu 160 g/m2, das in doppelter Geocoll® Kleberspachtelung gebettet wird und eine Stoßüberlappung von mindestens 10 cm aufweist. Das Ganze wird dann mit eigens für Wärmedämm-Verbundsysteme vorgesehenen Dübeln befestigt, die in Form, Länge und Typ für den Untergrund geeignet sind und untereinander einen Abstand von maximal 50 cm (d.h. mindestens 4 St./m²) aufweisen. Es ist darauf zu achten, dass die Dübelköpfe mit Geocoll® abgedeckt sind, damit das Eindringen von Wasser vermieden wird. 

6.6 VORGEMISCHTER PUTZ

Es gibt viele Typen von vorgemischtem Putz mit verschiedenen mechanischen Eigenschaften je nach Zusammensetzung und Bearbeitungsart. Jeder Fall muss sorgfältig vom Verleger beurteilt werden, der hierfür sowohl Widerstandstests (Einschnitt mit einem kleinen Metallgegenstand) durchführt als auch das technische Datenblatt des Produkts zu Rate zieht. Im Allgemeinen müssen Putze allein auf Kalkbasis (normalerweise für Innen verwendet) notwendigerweise mit einer mechanischen Verankerung mit Georete (siehe Kap.5) verstärkt werden. 

Putze auf Kalk-Zement-Basis können hingegen eine gute Festigkeit aufweisen, vorausgesetzt sie wurden nur mit Richtlatte und Streichbrett aus Kunststoff oder Holz bearbeitet. Wurden sie hingegen mit Hobel (Rabot) abgeschliffen, muss die Wand gewaschen und muss nach Verschwinden des Wasserfilms die Oberfläche mit Geocoll® Spachtelung (mit ziemlich weicher Masse und mit eventueller Einbettung eines Glasfasernetzes zu 160 g/m²) gefestigt werden. Nach erfolgter Trocknung verlegen. Bei Zweifeln über die wirkliche Festigkeit des Untergrunds wird stets ein Reißversuch empfohlen

Wenn murogeopietra auf Wänden ohne externe Dachrinne angebracht werden soll oder auf Wänden, die extrem den Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, wird die Verwendung von Putzen mit einer abdichtenden Zusammensetzung empfohlen.

6.7 VERSCHIEDENE DECKLACKIERUNGEN ODER -FILME

Liegt ein Lack vor, gibt es keine Behandlung oder Absteckung, die gewährleisten kann, dass die Verkleidung hält. Die beiden einzigen sicheren Verfahren sind:

1. die komplette Lackabtragung bis zum sicheren Untergrund. Die Oberfläche durch Sandstrahlen oder mit dazu geeigneten Abschabmaschinen bis zur Erzielung eines sicheren Untergrunds gänzlich abtragen, zur Staubentfernung mit Wasser waschen und mit Geocoll® bespachteln. Die Verkleidung nur nach erfolgter Trocknung verlegen. .  

2. die Verlegung mit mechanischer Befestigung am Untergrund. Für die mechanische Verankerung ein in doppelter Geocoll® Kleberspachtelung eingebettetes Glasfasernetz des Typs Georete anbringen. Nach erfolgter Trocknung alles mit Dübeln für Wärmedämm-Verbundsysteme verankern, die in Form, Länge und Typ für den Untergrund geeignet sind und untereinander einen Abstand von maximal 50 cm aufweisen. Es empfiehlt sich ein Netzumschlag an den Ecken und eine Stoßüberlappung von mindestens 10 cm. Darauf achten, bei der nachfolgenden Spachtelung auch die Dübelköpfe zu bedecken. Nach vollständiger Trocknung kann Verkleidung verlegt werden. 

Bei Innenwänden erweist sich die Auftragung einer Gegenwand aus Gipskarton, deren Struktur mechanisch am Untergrund befestigt wird (Anweisungen im Punkt 6.13 befolgen), als schneller. Bei Außenwänden wird das mechanische Einhacken mit Georete empfohlen, wie im Kapitel 5 geschildert.

6.8 UNTERGRÜNDE MIT AUFSTEIGENDER FEUCHTIGKEIT

Geopietra® hat eine optimale Transpiration, ist aber kein Entfeuchtungsmaterial; mit geeigneten Materialien und Systemen kann die Verlegung jedoch in Bereichen mit aufsteigender Feuchtigkeit ausgeführt werden. Ein eventueller Einsatz hängt ganz von der Größe des Schadens ab, den der Verleger bewerten muss. 

Übermäßige Durchnässung des Untergrunds mit deutlichem Abblättern des Putzes - Alles bis zur Struktur entfernen, mit wasserabweisendem Putz von nachweislicher Wirksamkeit verputzen, eine mindestens 4 cm abstehende Vorsatzschale  aus zweckmäßigen Pfeilern und Faserzementplatten anbringen, auf der die Steine nach doppelter Kleberspachtelung Geocoll®, armiert mit Fasernetz Georete, montiert werden. Bei externen Sockeltäfelungen kann die Verkleidung mit einem oberen Endstein oder einem anderen Material nach Wahl vollendet werden. Es ist sehr wichtig, dass unten und oben Gitter vorgesehen werden, die eine geeignete Luftzirkulation ermöglichen, damit der Untergrund trocken bleibt (Zchng.6.8).

Spuren von Putzdurchnässung - Alle Materialschichten, die eine Barriere für die Transpiration darstellen können, und soweit wie möglich den Putz um die schadhaften Stellen herum entfernen. Den Untergrund mit Entfeuchtungsputz wieder herstellen. Letzterer kann auch als Kleber und Fugenmasse für den Stein verwendet werden.

Kleine Loslösungen von Lackschichten - Entfernung aller Materialschichten, die eine Barriere für die Transpiration darstellen können (Lack, Behandlungen usw.), mit Geocoll® ankleben und mit GeoBi verfugen.

STARKE AUFSTEIGENDE FEUCHTIGKEIT

6.9 BEHANDLUNGEN DES UNTERGRUNDS

Zu den gefährlichen und mit den Lacken vergleichbaren Untergründen zählen die Oberflächenbehandlungen und all die Behandlungen für die Tiefenkonsolidierung, die nicht entsprechend eingedrungen sind (mit Herausbildung eines Oberflächenfilms). Der Einsatz dieser Produkte führt gezwungenermaßen zu Prüfungen, die das Halten testen und vor der Verlegung auszuführen sind: Die Anklebung vornehmen und anschließend bei erfolgter Trocknung abreißen; die Gewährleistung, dass das Produkt hält, besteht nur dann, wenn sich zusammen mit dem Stein auch der am Kleber gebundene Untergrund (Putz uws.) ablöst.

6.10 ÜBERLAPPUNG DER TEERUNG

Bei Teerumschlägen an der Wand gewährleistet kein Kleber Haftung. Es wird daher empfohlen, Georete anzubringen, das zu zwei Drittel an der Struktur verankert ist und zu einem Drittel die Umhüllung übersteigt. Entsprechend der Beschreibung in Kapitel 5 die mechanische Verankerung durchführen und nach erfolgter Trocknung die murogeopietra verlegen. Eine eventuelle Loslösung von der Umhüllung wird über die Zeit von der Bewehrung getragen und zurückgehalten.

6.11 GIPSPUTZ FÜR DEN INNENBEREICH (Stuckmarmor)

Das Kennzeichen dieses Untergrunds ist das starke Saugverhalten. Zur Problemvermeidung ist eine imprägnierende Behandlung nötig, bei der mindestens 24 Stunden vor der Verlegung ein in die Tiefe gehendes Fixativ aufgetragen wird. Auf der Oberfläche bleibende Fixative oder andersartige Fixiermittel vermeiden, die einen Film bilden können mit daraus folgender Loslösung der Verkleidung. 

Um das effektive Haftvermögen des Fixiermittels zu testen, ist ein Stein anzukleben und dieser bei erfolgter Trocknung wegzureißen. Das Haftvermögen ist nur dann gewährleistet, wenn zusammen mit dem Stein auch der Untergrund weggerissen wird. Eine gute Alternative zum Fixativ besteht im Anritzen und in der gründlichen Imprägnierung des Untergrunds mit Wasser. Anschließend die Verlegung vornehmen, die stets ohne einen an der Oberfläche vorhandenen Wasserschleier zu erfolgen hat.  Zur Vermeidung jeglicher Behandlung kann einer der handelsüblichen Spezialkleber für Untergründe aus Gips und Gipskarton verwendet werden.

6.12 GIPSKARTON

Trennwände oder Zwischenwände, die sich aus einer tragenden Struktur aus Stahl oder Holz und Gipskartonplatten zusammensetzen, haben keine Probleme, das Gewicht von murogeopietra zu tragen, können jedoch unzureichend sein, den Spannungen, die von der Verkleidung während der Trocknung erzeugt werden, standzuhalten.

Die Geopietra Verkleidung unterliegt während der Trocknung des Klebers und vor allem des Fertigputzes Schwindungen, denen normale Untergründe aus Mauerwerk standhalten, während eine Struktur aus Gipskarton „reißen“ kann, was die Bildung von Rissen in der Verkleidung zur Folge hätte. Leider ist es schwierig, eine eindeutige Regel aufzustellen, da die Verhaltensparameter je nach Umgebungstemperatur, Menge des in der Fugenmasse enthaltenen Wassers, Art der verwendeten Verfugung, Größe der Wand, Konstruktionsart der Stahlstruktur usw. variieren. 

Die größten Schwierigkeiten treten in folgenden Fällen auf:

• Wände, die über 5 Meter lang sind.

• Verlegung im Winter mit langen Trocknungszeiten. 

• Fugenmasse mit hohem Wassergehalt.

• Voll- und Over-Verfugung.

Eine mögliche Abhilfe ist die Uniformierung des Untergrunds mit doppelter Spachtelung mit Geocoll Kleber und Bewehrung mit Georete (bei einer normalen Platte empfiehlt es sich, das starke Saugverhalten zu reduzieren; siehe Punkt 6.11). Wenn die Wand länger als 5 Meter ist, wird empfohlen, sie mit einem künstlichen Pfeiler oder einer anderweitigen Struktur, die als Fuge fungiert, zu unterbrechen. Durch Beheizen der Umgebung (15/20 °C), in der die Arbeiten durchgeführt werden, die Trocknungszeiten verkürzen.

Bei bereits lackierten Gipskartonwänden ist es möglich und sinnvoll, an die darunter liegende Struktur noch eine Platte anzuschrauben, um einen sicheren Untergrund zu schaffen.

Mit einem Magneten die Position der Ständer ermitteln, die Feuchtschutz-Platten anschrauben, wobei die vorherigen Fugen versetzt werden und somit eine perfekte Oberfläche für die murogeopietra Verlegung geschaffen wird, ohne die neuen Fugen verfugen zu müssen. Alternativ eine mechanische Befestigung durchführen (siehe Kap.5)

6.13 HOLZFASERPLATTEN

Bei als Einwegschalung benutztem Material besitzt der Untergrund, sofern die Befestigung an der Struktur der Zement selbst ist, keine genügend feste Dimensionsstabilität: Die Wasseraufnahme kann zu starken Ausdehnungen führen, die oft das Loslösen vom Untergrund verursachen. Die Verankerung der Platten am Untergrund prüfen und bei Bedarf eine mechanische Verdübelung vornehmen. Die Oberfläche mittels doppelter Geocoll® Kleberspachtelung einheitlich gestalten und ein Glasfasernetz des Typs Georete einlegen, ein Netzumschlag an den Ecken und eine Stoßüberlappung von mindestens 10 cm ausführen.

6.14 HOLZFASERBLÖCKE

Bei Holzfaserblöcken eine doppelte Geocoll® Kleberspachtelung mit Einbettung eines Glasfasernetzes zu 160 g/m2 vornehmen, das Netz an den Ecken umschlagen und die Fugen  zwischen den beiden Schabungen, ein Netzumschlag an den Ecken und eine Stoßüberlappung von mindestens 10 cm ausführen.

6.15 HOLPRIGE UNTERGRÜNDE

Bei einem besonders holprigen oder starken Bewegungen ausgesetzten Untergrund kann eine Vorsatzschale mit Struktur aus Zinkstahl (oder aus Holz zur Vermeidung von Magnetfeldern) angebracht werden, verkleidet mit Gipskarton (innen) oder Faserzement (außen). (Siehe entsprechende Verlegungstechniken).

6.16 WASSER UND DAMPF: Duschen, Wannen, Schwimmbeckenränder, Saunen und türkische Bäder.

Die murogeopietra besitzt unter seinen Haupteigenschaften eine gute Durchlässigkeit, die den Mauern das Atmen ermöglicht und für mehr Wohlbefinden in Wohnungen sorgt. Die Oberfläche des Materials ist folglich absorbierend. 

Der Stein scheut nicht den normalen Kontakt mit Wasser, wird jedoch wie auch der Naturstein von Chlor oder Salz von Schwimmbeckenwasser, chemischen Produkten oder aggressiven Reinigungsmitteln angegriffen.

A) Für Duschen, Wannen, Schwimmbecken usw., bei denen die Hygiene an erster Stelle steht und die Verkleidung zwangsweise undurchlässig sein muss, ist der Geopietra® Kunststein wenig geeignet und nicht zu empfehlen. Sollte er dennoch in besagten Bereichen zum Einsatz kommen, ist folgendermaßen vorzugehen:

1. Den Untergrund mit einem geeigneten Produkt auf Zementgrundlage (osmotischer Zement) und verstärkt mit einem Glasfasernetz zu 160 g/qm abdichten.

2. Den Kunststein mit einem geeigneten Kleber für den Tauchbetrieb (Kleber für Schwimmbecken) ankleben und anschließend verfugen. 

3. Das vollständige Trocknen des Mauerwerks abwarten (6/8 Wochen in beheizter Umgebung) und eine verglasende Schutzbehandlung auftragen. Die Behandlung muss einen Oberflächenfilm bilden, der das Saugverhalten verhindert. Es wird empfohlen, Modelle mit wenig zerklüfteter Oberfläche zu verwenden und Trockenverlegungen zu vermeiden: Die Reinigung wäre wegen der Ansammlung von Schmutz und Bakterienkeimen in den Steinspalten schwierig bis unmöglich.

B) In Bereichen, in denen die murogeopietra in Schwimmbeckennähe verlegt ist und nur gelegentlich mit Salz- oder Chlorwasserspritzern benetzt wird, das vollständige Trocknen des Mauerwerks abwarten (6/8 Wochen in beheizter Umgebung) und die Wasser abstoßende Behandlung auftragen. Ein Schutzmittel auf Wassergrundlage mit Siloxan wählen, das weder die Atmungsaktivität des Steins (Pore offen) noch sein Aussehen beeinflusst.

C) In Saunen oder türkischen Bädern wird der Geopietra® Kunststein nur mit Wasserdampf benetzt und ist daher keiner chemischen Aggression ausgesetzt. Der Stein fungiert als Dampfspeicher und reguliert die Feuchtigkeit. Es wird daher empfohlen, keinerlei Behandlung vorzunehmen und dem Material die höchste Atmungsaktivität zu ermöglichen. Die Verkleidung entsprechend den Phasen 1 und 2 von Abschnitt A (Duschen, Wannen und Schwimmbecken) verlegen und ordnungsmäßig reinigen (siehe Kapitel 17). Zur Verringerung des Saugverhaltens kann auf alle Fälle, stets nach erfolgtem Trocknen, eine Siloxan-Beschichtung mit geöffneter Pore aufgetragen werden.

6.17 FEUER:
 Kamine und Ofenbereich

Die Verkleidung von Kaminen, Rauchabzügen und Ofenbereichen stellt kein Problem dar. Es ist nur darauf zu achten, dass die Oberflächentemperatur nicht über der von Kleber und Mörtel maximal tolerierbaren Grenze von 180°C liegt. Aus diesem Grund sind die eventuellen thermischen Ausdehnungen der tragenden Struktur zu achten. Es wird hingegen davon abgeraten, die murogeopietra im Inneren des Kohlenbeckens zu verwenden.

6.18 VERLEGUNG AUF ABGEDICHTETER WAND

Es gibt viele Gründe, warum eine Wand abgedichtet ist. Auf jeden Fall ist es nicht möglich, mechanische Befestigungen mittels Bohrung der Abdichtung durchzuführen, um eventuelle Verkleidungen zu tragen. Es gibt Abdichtungen wie Betonit-Zemente, an denen der Kleber ohne Probleme haftet. Natürlich muss die Sicherheit für die Haftung am Untergrund vom Steinsetzer und vom Lieferanten der Abdichtung geliefert werden, weil auf diese alle durch das Gewicht und die Wärmeausdehnungen der Verkleidung erzeugten Spannungen übertragen werden. 

Bei anderen Abdichtungen, wie zum Beispiel bei Teerfolie, bei denen kein Kleber auf Zeit eine angemessene Haftung liefert, ist eine zufriedenstellende Lösung schwierig zu finden. Im Fall einer kleinen abgedichteten Oberfläche mit einer maximalen Höhe von 40/50 cm im unteren Bereich einer Wand mit sicherem Untergrund kann diese mit dem Georete Glasfasernetz bis mindestens der äquivalenten Höhe an der Wand überlappt werden, um einige in der Struktur verankerten mechanischen Befestigungen einzufügen. In doppelter Spachtelung mit Geocoll Kleber einbetten und die vollständige Trocknung abwarten, bevor die Verkleidung verlegt wird. (siehe Kap.5)

6.19 HINTERLÜFTETE AUSSENWÄNDE (Faserzement)

In der Regel wird eine gekreuzte Metallstruktur aus Aluminium oder Stahl verwendet, die mit Dübeln am Untergrund befestigt wird und die freie Bewegung in alle Richtungen gewährleistet.  Die Faserzementplatten werden mit selbstbohrenden Schrauben an die Struktur befestigt, die in einem Abstand untereinander von max. 20 cm gesetzt werden und vom Lieferanten garantiert sind, eine Verkleidung von circa 70 kg/qm tragen zu können. 

Die durchführbaren Oberflächen dürfen unter Berücksichtigung der Bewegungen der Wärmeausdehnung der verwendeten Materialien nicht größer sein, als die vom Plattenhersteller festgesetzte Größe. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, auf den oben genannten Oberflächen eine doppelte Spachtelung mit Geocoll Kleber mit Einbettung eines Georete Netzes aufzutragen, um die Bewegungen noch weiter zu uniformieren und unerwartete Bruchstellen, die in der Entwurfsphase nur schwer vorhersehbar sind, zu vermeiden. Es sind obligatorisch Luftlöcher im unteren und im oberen Bereich der Wand vorzusehen, die auch bei der Verlegung von murogeopietra berücksichtigt werden müssen.

Aus folgenden Gründen sind auf Baustellen folgende Schwierigkeiten aufgetreten:

• Faserzementplatten, die vertikal oder horizontal an einfachen Pfosten befestigt sind, unterliegen den Bewegungen der darunterliegenden Struktur. 

• Das oben genannte Problem verschlimmert sich, wenn für die Struktur Holzbohlen verwendet werden, die bei Änderungen der Feuchtigkeit starken Bewegungen unterliegen. (siehe Foto). 

Lässt sich die Verwendung von Holzbohlen nicht vermeiden,  wird die Erlahmung der Bohlen mit einem Sägeschnitt senkrecht zur Faserrichtung pro Linearmeter empfohlen. (siehe Zeichnung).

 

in den Fotografien Verlegung auf belüftete Wand. Man kann die Spaltung beachten, die durch die starken Spannungen aufgrund einer Fehlkonstruktion mit Holzpfosten verursacht wurde und auf denen Zementplatten befestigt wurden.

 

 

 

6.20 HOLZ UND MISCHSTRUKTUREN

Eine typische Eigenschaft von Holz ist, dass es sich ständig bewegt, während die Geopietra Verblendung auf absolut stabilen Untergründen zu verlegen ist, deren Dehnverhalten dem von Kunststein gleicht. Zwei Voraussetzungen, die nur schwer miteinander zu vereinbaren sind. Die empfohlene Lösung besteht darin, murogeopietra auf einer Oberfläche zu verlegen, die von der Holztragekonstruktion unabhängig ist und nicht deren Bewegungen unterliegt.

Es werden zwei Lösungen empfohlen:

1. Vorsatzschale aus Faserzement auf gekreuzter Struktur.

2. Externe Wärmedämm-Verkleidung.

Die erste Lösung wird in Abschnitt 6.19 beschrieben und kann in besonderen Fällen bei z.B. sehr unebenen Untergründen verwendet werden. Die zweite Lösung eignet sich aufgrund der Wärmeisolierung eindeutig am besten, aber auch vor allem, weil sie als ausgezeichneter Dämpfer für jede Bewegung der unterliegenden Struktur dient, mit Ausnahme der Dehnungsfugen, die stets an der Oberfläche vorzusehen sind. Beim Aufkleben des Isoliermaterials auf Holz ist die Haftleistung nicht gesichert und viele Hersteller sehen daher eine Sicherheitsverdübelung vor. 

Im Folgenden das in unserem garantierten System angewandte Verfahren. Konsultieren Sie stets den Hersteller des verwendeten Isoliermaterials.

Die Holztragekonstruktion muss in der äußeren Ebene eine vollflächige massive Holzverschalung (Diagonalverschalung: OSB; 3-S Platten o.ä.) aufweisen, damit eine vollflächige Verklebung und zusätzliche eine mechanische Befestigung möglich sind. Der Dämmstoff muss grundsätzlich vollflächig mit einem geeigneten Kleber verklebt und sofort mit 2 Dämmstoffschrauben pro Platte verschraubt werden Die anschließende Anbringung der GEOPIETRA Verkleidung sieht eine mechanische Befestigung mit Schneidschrauben und Verdübelungsschema 40x40 cm vor und benötigt kein Vorbohren mit 8 mm Bohrer.

Der Übergang vom Massivbau (z.B. Keller) auf den Holzbau stellt eine Baudehnfuge dar und muss als solche im Dämmsystem beachtet werden (Dichtband, Sockelprofil oder anderweitige Lösungen).

Alternativ kann auf die Trägerstruktur eine Verkleidung aus Feuchtschutz-Gipskartonplatten aufgeschraubt werden, auf die dann der Isolierstoff geklebt wird.

6.20.1 HOLZPLATTEN DES TYPS OSB

Holzplatten des Typs OSB, die auf einer ordnungsgemäßen darunterliegenden Struktur montiert sind, zum Beispiel einer Netzstruktur aus kleinen Balken, unterliegen keinen Bewegungen und die Verkleidung kann verlegt werden, nachdem die Platten folgendermaßen vorbereitet wurden: Auf einem Holzträger eine dampfdurchlässige, mikroperforierte Membran anbringen und anschließend ein elektrogeschweißtes Metallnetz mit verzinktem Draht zu 2 mm (Masche 5x5 cm), das mit Schrauben/Klammern in einem Abstand untereinander von maximal 20 cm an die Trägerstruktur befestigt wird. An den Ecken wird das Netz umgeschlagen und die Stöße mindestens 10 cm überlappt. Darauf achten, dass zwischen dem Netz und dem Untergrund eine Distanz von wenigen Millimetern besteht, damit bei der nächsten Spachtelung der Geocoll® Kleber vollständig die Metalldrähte umschließen kann. Nach erfolgter Trocknung kann die murogeopietra verlegt werden. 

6.20.2 HOLZHÄUSER

Es ist zu berücksichtigen, dass vorgefertigte Elemente im Allgemeinen erhebliche Bewegungen aufweisen. Ein Wärmedämm-Verbundsystem reduziert in großem Maß diese Phänomene und stabilisiert Innentemperatur und -feuchtigkeit. Egal welche Verkleidung auf dem System verlegt wird, keine wird mehr den strukturellen Bewegungen unterliegen, weil die Dämmplatte des Wärmedämm-Verbundsystems mit ihrer Elastizität ein ausgezeichneter Dämpfer ist. Die Baudehnfugen müssen unbedingt bei der Verlegung der Verkleidung berücksichtigt werden. (siehe Punkt 10.3)

Auf dem Foto ist ein Bruch zu sehen, der durch eine fehlende Abdichtung des Holzuntergrunds hervorgerufen wurde. Das Wasser, oder auch nur die Feuchtigkeit, hat beim Eindringen dazu geführt, dass sich die Materialien gedehnt haben und dass sie durch ihre Bewegungen den Stein an den Ecken gespalten haben. 

FALSCHE VERLEGUNG AUF HOLZ

Auf dem Foto ist ein Bruch der Ecksteine auf der Höhe der Massivdecke zu sehen, wo eine OSB-Platte direkt auf dem horizontalen Brettschichtholzträger verschraubt wurde. Die bei der Ausdehnung des Brettschichtholzträgers freigesetzten Kräfte haben zum Bruch der Steine an ihren Enden geführt.  

VERKLEIDUNG VON HOLZ- UND EISENPFEILERN

Um bei der Verkleidung von Holz- und Eisenpfeilern zu vermeiden, dass Dehnungsbewegungen des Materials die Verkleidung beschädigen, empfiehlt es sich, um den Pfeiler herum in einem gewissen Abstand einen Kasten mit einer Struktur für Gipskarton und Faserzementplatten vorzusehen. Werden Feuchtschutz-Gipskartonplatten verwendet, ist auch ein Wärmedämm-Verbundsystem aus EPS vorzusehen. In beiden Fällen muss anschließend der Rahmen mit einem Georete Glasfasernetz umhüllt werden, das in einem doppelten Geocoll® Kleberaufstrich zu betten ist. Es wird empfohlen, dass die minimalen Außenabmessungen der Pfeiler 25x25 cm betragen, bevor die Pfeiler mit dem Geopietra® Kunststein verkleidet werden.

6.21 VERLEGUNG AUF WÄRMEDÄMM- VERBUNDSYSTEM

Die neuen Energiesparvorschriften erlegen Anforderungen über den energetischen Wirkungsgrad der Gebäude auf. Aus diesem Grund findet das Wärmedämmverbundsystem zur Verkleidung von Wohnhausfassaden und demzufolge die Notwendigkeit einer sicheren Verlegung auf derartig verkleideten Oberflächen eine immer stärkere Anwendung. Geopietra® hat ein komplettes Know-how diesbezüglich entwickelt und nach mehreren Jahren Forschungsarbeit und strengen Labortests ein System mit Garantie für eine integrierte Verlegung von murogeopietra auf Wärmedämmverbundsystemen vorgestellt.

MUROGEOPIETRA auf Wärmedämmverbundsystem erfordert sowohl während der Planungsphase als auch bei der Umsetzung besondere Aufmerksamkeit sowohl in Bezug auf die technischen als auch auf die ästhetischen Aspekte. Es ist wichtig, dass bei der Bemessung von Fensterbänken, Fensterstöcken, Geländern oder Türrahmen berücksichtigt wird, dass die verlegte Geopietra Kunststeinoberfläche ca. 6/7 cm über die Wärmedämmung hinausragt, während im Fall einer TERRAKOTTA-Verblendung der Platzbedarf circa 2/3 cm beträgt (die Dicke variiert je nach Modell). Auf Seite 58 finden Sie einige Zeichnungen mit nützlichen Tipps für die Verlegung bei Fensterumrandungen auf Wärmedämmverbundsystem.

GARANTIERTES VERFAHREN

Spezielle Maßnahmen des garantierten Verfahrens: Die beim Wärmedämmverbundsystem verwendeten Materialien und Verfahren müssen der ETAG 004 Zertifizierung entsprechen.

Der Hersteller des Wärmedämmverbundsystems muss eine Tragfähigkeit von 70 kg/m2 garantieren.

Die Haftoberfläche der Dämmplatte an der Struktur muss mit dem entsprechenden Kleber 60% der Oberfläche der Platte betragen. Auf der Schicht des gefestigten Armierungsputzes, die auf der Dämmplatte aufgetragen wurde, dürfen vor der murogeopietra Verlegung keine Behandlungen mit Primer oder anderen Endbehandlungen durchgeführt werden.

Das Verfahren muss durch qualifiziertes Personal in Übereinstimmung mit den Arbeitsvorschriften und den detaillierten technischen Anweisungen.

 

MECHANISCHE BEFESTIGUNG

Die mechanische Befestigung des Dämmsystems erfolgt anhand der speziellen wärmeisolierenden System-Schraubdübel Geopietra TOPFIX. Die Dübel werden entsprechend der Dämmplattendicke in geeigneter Länge gewählt und müssen einen Ausdehnbereich in der Mauer von mindestens 25 mm und auf alle Fälle in Funktion der Unterlage aufweisen. Die Verdübelung muss durch die Schicht des gefestigten Armierungsputzes und durch das in die noch frische Schicht des Klebers GEOCOLL eingebettete Stützgewebe gehen.

Die mechanische Befestigung von der Wärmedämmung sollte normalerweise durch den Verleger der GEOPIETRA Verblendung erfolgen.


Das Murogeopietra-Verfahren auf EPS erfüllt die Kriterien der Nichtausbreitung der Flammenfront über die nächste Etage hinaus und erhält die Genehmigung, öffentliche R+2 Gebäude zu verkleiden / CSTB - LEPIR II.


TOPFIX

TOP FIX Schraubdübel mit Stopfen
Wärmeleitfähigkeit: λ 10 dry < 0,002 W/mK
DÜBEL: Ø 8 mm~ / FLACHKOPT: Ø 60 mm

KATEGORIE: A Beton / B Vollsteine / C Lochsteine
D Haufwerksporiger Leichtbeton / E Porenbeton

Auf der schon erhärteten armiereten Spachtelung, die auf dem Wärmedämmverbundsystem (zertifiziert nach ETAG004) verlegt wurde, werden die Dübellöcher für die mechanische Befestigung der Dämmplatten vorbereitet. Die Anordnung der Dübel folgt einem 40 cm breiten quadratischen Raster, was einer Anzahl von 6,37 Dübeln pro qm entspricht; im perimetralen Bereich (200 cm von der Gebäudekante) muss die Anzahl der Dübel auf 12,49 Dübel pro qm erhöht werden; diese Angaben sind richtungsweisend und sind nach der Norm 1991-1 zu überprüfen.

1. BOHRUNG UND FRÄSUNG Die Bohrung erfolgt mit einem 8 mm Bohrer bis in eine Tiefe von mindestens 10 mm über die Verankerungstiefe hinaus; die Bohrungen sind sorgfältig zu reinigen. Mit einer entsprechenden Fräse wird dann eine kreisförmige Vertiefung mit 16-18 mm Durchmesser ausgeführt, um anschließend die flächenbündige Verschraubung der Dübelplatte zu ermöglichen.

2. ERSTE SPACHTELUNG MIT KLEBER GEOCOLL Auf den so vorbereiteten Boden mit glattem Spachtel eine ca. 2 mm dicke Schicht des Klebers GEOCOLL in geschmeidiger Konsistenz auftragen.

3. MARKIERUNG DER DÜBELLÖCHER Auch wenn die bereits ausgefrästen Dübellöcher mit Kleber bedeckt werden, sind sie trotzdem sichtbar, dass sie eine Luftblase aufweisen, die mittels eine Bohrers vor der Verlegung von Georete gelocht und somit augenfällig wird.

4. ANBRINGEN VON STÜTZGEWEBE GEORETE Breitmaschige Stützgewebe aus Glasfaser GEORETE mit einer Stoßüberlappung von mindestens 10 cm einbetten.

5. EINSTECKEN DER DÜBEL GEOPIETRA TOP FIX Sofort die Dübel Geopietra Top Fix von Hand in die zuvor vorbereiteten Löcher einstecken.

6. EINSCHRAUBEN UND DECKEN DER DÜBEL mit einem Schrauber flächenbündig einschrauben.  Dübel, die nicht richtig greifen, entfernen und ersetzen. Die Dübelstopfen einstecken, die zusammen mit den Dübeln Geopietra Top Fix geliefert werden.

7. ABSCHLUSS DER STÜTZSPACHTELUNG Mit einer gleichmäßigen Fertigspachtelung das Gewebe und die Dübelköpfe vollständig bedecken. Insbesondere im Fall von trocken verlegten Verblendungen, bei denen die Fugen ohne Mörtel bleiben, muss sichergestellt werden, dass die Dübelköpfe vollständig in der Kleberspachtelung GEOCOLL eingebettet sind, und gegebenenfalls Kleber hinzugefügt werden. Nach der Erhärtung ist die Wand für die Verlegung der Verblendung bereit. 

8. VERLEGUNG MUROGEOPIETRA Um eine Verschmutzung der murogeopietra zu vermeiden, darf mit den Arbeiten an der Verblendung murogeopietra erst nach Abschluss der Verlegung des Wärmedämmverbundsystems begonnen werden. Die Verblendung mit murogeopietra kann auf alle Fälle frühestens 5-7 Tage nach fertiger Verlegung der Dämmplatten vorgenommen werden. Bereits wasserdichte Baudehnfugen sind auszusparen.

Die Verlegung der MUROGEOPIETRA Verblendung muss fachgerecht und unter genauer Einhaltung aller technischen Aspekte erfolgen, die in diesem technischen Handbuch entehalten sind. (Anlage mit jeder Lieferung und www.geopietra.de zum Herunterladen von der Website).

6.22 VERLEGUNG AUF EXISTIERENDES VERPUTZTES AUSSENWÄRMEDÄMMUNG

Die einzige mögliche Bewertung bei einer bereits existierenden WDVS betrifft die Zugbelastbarkeit der Oberfläche, während der Verankerung an den Untergrund unbekannt bleibt. Aus diesem Grund beziehet sich das folgende Verfahren ausschließlich auf die Vorbereitung der oberflächlichen Schicht und auf die Erhöhung der mechanischeren Befestigung.

Die putzsichtige Schicht sorgfältig reinigen, wobei die abgenutzten und verschlissenen Teile entfernt und im Bedarfsfall mit Spezialkleber für Wärmedämmung oder Geocoll® Kleber instand gesetzt werden. Das Tragnetzt Georete in einen doppelten Geocoll® Kleberaufstrich betten. Alles mit Dübeln für Wärmedämmungen mit einem 35x35 cm engen Sicherheitsraster fixieren.

Für die Wahl des Dübeltyps ist es wichtig, das Untergrundmaterial zu kennen, um den am besten geeigneten Typ zu verwenden und die maximale Zugbelastbarkeit zu erzielen. Nach erfolgter Trockung kann die murogeopietra verlegt werden. 

Wenn die Außenwärmedämmung offensichtlich hinfällig ist mit deutlichen Bruchstellen an den Oberflächen und größeren Wasserinfiltrationen, ist eine vollständige Renovierung unumgänglich. In diesem Fall empfehlen wir das Garantierte Verlegungsverfahren.

murogeopietra auf Wärmedämmverbundsystem